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  1. Die ersten Wochen

    January 20, 2012 by Orange Appelsina

    Die ersten Wochen des neuen Jahres waren vor allem eines: anstrengend. Darin unterschieden sie sich in keinster Weise von denen des Vorjahrs. Anders war jedoch, dass ich sie intensiver, langsamer und bewusster durchlebt habe. Wie kam es dazu?

    Nun zum Einen hatte ich scheinbar nach den Ferien meine Energiereserven wieder so weit aufgeladen, dass ich einfach mehr Kraft hatte als vorher und nicht mehr mit zusammengebissenen Zähnen die letzten Tropfen Lebenssaft aus mir rauspressen musste, um meinen Verpflichtungen mehr schlecht als recht überhaupt nachkommen zu können.

    Zum Anderen habe ich quantitativ weniger, qualitativ mehr gemacht. Das heißt ich tat nicht tausend verschiedene Sachen wie vorher, sondern habe mich auf wenige fokussiert. Jede zu ihrer Zeit. Und das tut gut – meinen Nerven und meinem Geist.

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  2. Musical Monday: Katzenjammer

    January 16, 2012 by Orange Appelsina

    Zum heutigen Musical Monday präsentiere ich die Karacho und Rambazamba Band Katzenjammer. Ich mag deren Musik vor allem, weil sie energetisch und folkloristisch ist.

    In den Songs von Katzenjammer steckt sowohl Können als auch Gefühl, hinzu kommt eine ganze Menge Kraft und Lebensfreude. Kurz: Wenn ich Katzenjammer höre, will ich immer sofort losziehen und ein Ungeheuer erlegen.

    Im Musical Monday stelle ich immer montags eine Musikerin, einen Musiker oder eine Band vor, die mich berührt, bewegt oder sonstwie inspiriert hat.


  3. Winter, Weihnacht, Wohnungswechsel

    January 1, 2012 by Orange Appelsina

    So gar nicht winterlich war es in diesem Dezember. Weder kalt, noch verschneit. Einzig schrecklich schrecklich dunkel und grau. Ob sich das im neuen Jahr noch einmal ändert? Wird 2012 uns einen eisig-frostigen Januar oder Februar bescheren?

    Lassen wir uns diesbezüglich doch überraschen. Eigentlich war der unverschämt milde Dezember ja auch eine Wohltat. Zumal gegenüber dem Dezember des vorangegangen Jahres.

    Dankbar war ich auch darüber, dass wir den kleinen Umzug, den wir uns in die Weihnachtsferien gelegt hatten und der der erste in einer längeren Reihe von Hin- und Hergeziehe sein wird, nicht bei Minustemperaturen absolvieren mussten. Das wäre sicherlich noch weniger erbaulich geworden, als es ohnehin schon war. Umzüge machen nunmal keinen Spaß.

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  4. Und wieder nun lässt aus dem Dunkeln

    December 25, 2011 by Orange Appelsina

    (Arno Holz: Buch der Zeit)

    Dreigiebelhaus Weihnachten 2010Und wieder nun lässt aus dem Dunkeln
    Die Weihnacht ihre Sterne funkeln!
    Die Engel im Himmel hört man sich küssen
    Und die ganze Welt riecht nach Pfeffernüssen…

    So heimlich war es die letzten Wochen,
    Die Häuser nach Mehl und Honig rochen,
    Die Dächer lagen dick verschneit
    Und fern, noch fern schien die schöne Zeit.
    Man dachte an sie kaum dann und wann.
    Mutter teigte die Kuchen an
    Und Vater, dem mehr der Lehnstuhl taugte,
    Saß daneben und las und rauchte.
    Da plötzlich, eh man sich’s versah,
    Mit einem Mal war sie wieder da.

    Mitten im Zimmer steht nun der Baum!

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  5. Knecht Ruprecht

    December 18, 2011 by Orange Appelsina

    (Aus: Theodor Storm: Gedichte)

    Vor Last schreiender WinterwaldRuprecht:
    Habt guten Abend, alt und jung,
    Bin allen wohl bekannt genung.

    Von drauß’ vom Walde komm ich her;
    Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
    Allüberall auf den Tannenspitzen
    Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
    Und droben aus dem Himmelstor
    Sah mit großen Augen das Christkind hervor;
    Und wie ich so strolcht’ durch den finstern Tann,
    Da rief’s mich mit heller Stimme an:

    »Knecht Ruprecht«, rief es, »alter Gesell,
    Hebe die Beine und spute dich schnell!
    Die Kerzen fangen zu brennen an,
    Das Himmelstor ist aufgetan,
    Alt’ und Junge sollen nun
    Von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
    Und morgen flieg ich hinab zur Erden,
    Denn es soll wieder Weihnachten werden!
    So geh denn rasch von Haus zu Haus,
    Such mir die guten Kinder aus,
    Damit ich ihrer mag gedenken,
    Mit schönen Sachen sie mag beschenken.«

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  6. Wieso die Gedichte?

    December 14, 2011 by Orange Appelsina

    Gedichte sind toll, aber meist schwer verdaulich. Zumindest die Guten. Schlechte sind ganz und gar unverdaulich, sie laufen durch wie Wasser und werden umgehend wieder ausgeschieden.

    Ich mag es, wenn Gedichte für sich stehen und nicht von anderen Texten umringt sind. So, dass man sie in Ruhe sacken lassen kann. In Büchern sind sie darum meiner Ansicht nach schlecht aufgehoben, es sei denn um in geselliger Runde rezitiert zu werden.

    Romane und Geschichten brauchen Gesellschaft, Gedichte sind Einzelgänger: Solisten gar.

    Sie brauchen daher viel Raum und Aufmerksamkeit – ein möglicher Grund, wieso wir uns so selten mit ihnen beschäftigen. Nix mit schnell und nebenbei mal konsumieren. Es braucht Muße.

    Ich versuche mir auf Erdbeerfleisch die Zeit zu nehmen und poste nicht aus Fantasie- und Ideenlosigkeit fremde Gedichte, sondern aus Respekt und Anerkennung um mir und anderen etwas Gutes zu tun.