Wieso kann ich mich nicht mit Twitter anfreunden?

My social Network on Flickr, Facebook, Twitter and MyblogLogDiese Frage habe ich mir schon oft gestellt. Und ich hab es immer wieder versucht. Und irgendwie hat es immer wieder nicht geklappt. Nach maximal 2 Tagen war meine Motivation zu twittern weg: Tweet-Blockade. Und das obwohl mir die Aphorismen doch eigentlich locker von der Hand flutschen, wie sonst kaum etwas.

Die jüngst eingeführte neue Rubrik Kurznachrichten soll Beweis hierfür sein. Vielleicht sieht man mir mangelndes Talent in der ersten Ausgabe nach – ich gelobe Besserung!

Tatsächlich habe ich schon kurze Statusupdates in weniger als 140 Zeichen gebloggt, als es so etwas wie Twitter nicht mal ansatzweise gab. Den Beweis hierfür kann ich leider nicht erbringen ohne Jugendsünden preis zu geben, darum schneller Themenwechsel!

Ich und Twitter – wir wurden also nie richtig warm. Und lang habe ich überlegt, woran das liegen könnte. Ich glaube, ich weiß es jetzt: Schuld ist meine Egozentrik.

Im Grunde wünsche ich mir, nach jeder meiner sorgfältig durchdachten maximal inhaltsdichten Aussagen würde ein Engelschor singen. Das Mindeste wäre jedoch ein Moment des Innehaltens und der Stille, auf dass mein wohlgeformter Satz noch etwas nachhallen und wirken kann. Das wär’s!

Ist aber leider nichts, was einem auf Twitter passieren kann.

Auf Twitter gibt es so etwas wie Stille überhaupt nicht. Nie. Denn Twitter ist dazu das genaue Gegenteil: ein ewig schnatterndes Entenhaus.

Ein Entenhaus, in dem kollektive Euphorie oder Ärger lautstark weitergetragen wird und sich zu einer tierischen Symphonie des Geschnatters verdichtet. Ein Hochgenuss. Und zugleich ein Mordsgaudi für die, die drin stecken.

Nur ähnelt es darin eher einer Welle, die einen überrollt, denn einem Echo, das den Sinn des Gesagten nochmal in Erinnerung ruft. Twitter bietet einfach nicht genug Raum für meine Gedanken. Und nicht nur das!

Dass sie nicht nachhallen – geschenkt. Passiert im echten Leben auch fast nie. Aber dass sie nicht stehen bleiben, sondern sofort weggespült werden und im Strom untergehen, das ist, was mich verletzt und mir das Gefühl gibt klein und unbedeutend zu sein.

Und ich will. nicht. klein und unbedeutend. sein. Niemals!

Ein Gedanke zu „Wieso kann ich mich nicht mit Twitter anfreunden?

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