Interview for One

Anstelle eines Jahresrückblicks oder ähnlichen silvesterlichen Bräuchen, gibt es hier auf Erdbeerfleisch das Interview for One. Hierzu beantworte ich Fragen, die von meinen mehr oder weniger imaginären Freunden – ihr findet sie in meiner Blogroll – auf ihrem Blog gestellt wurden und betrinke mich dabei. Cheerio!

Rote Nase - Orange Appelsina - Psychokiller

Apelsina Kochblog: Was gab es bei euch zu Weihnachten?

An Heiligabend gab es bei uns Kartoffelsalat und Sushi, was leider weniger gut zusammen gepasst hat, als wir uns das alle gewünscht hatten. Ich wurde an diesem Abend reich beschenkt. Ich bekam einen Regenschirm, ein Loto-Spiel, mehrere Trichter, ein Buch, viel Schokolade, Geld und eine geniale Schürze mit Lebkuchenmotiv.

Am ersten Weihnachtstag traf sich die Familie dann bei mir und wurde mit Borschtsch, Ente mit Rotkohl und Roter Grütze bewirtet. Das Loto-Spiel haben wir dann gleich ausprobiert. Was ich am zweiten Weihnachtstag gemacht habe, könnt ihr ganz super im Picture my Day-Post nachvollziehen.

Aus Liebe zur Freiheit: Wie seid ihr zum Atheismus gekommen? Habt Ihr euch aus eigener Initiative dazu entschieden oder haben euch andere dazu angeregt? Wer? War es eine bewusste Entscheidung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder eher ein schleichender Prozess?

Gott hat in meinem Leben nie eine Rolle gespielt und tut es auch nach wie vor nicht. Ich habe zwar schon als Kind von diesem Phänomen gehört, wenn auch nicht sehr viel, wie ich gestehen muss. Dabei hatten die Geschichten um Gott, von Gott, über Gott von Anfang an den Status von Märchen und daran hat sich bis heute, wo ich viel mehr über Religion, Glaube usw. weiß, nicht viel geändert.

Gott ist für mich so ziemlich dasselbe wie der Weihnachtsmann. Wie jemand daran glauben kann, ist für mich ein absolutes Rätsel. Eine Entscheidung für oder gegen Gott traf ich nie, auch von einem Prozess kann nicht gesprochen werden. Die Idee an Gott zu glauben, kam mir niemals in den Sinn.

Der Metabølist: Und was war sonst noch?

Ich habe viel gelernt, gelacht, geliebt. Ich habe Laminat in den vierten Stock geschleppt, Wände gestrichen, einen 3,5-Tonner von Berlin nach Hannover gefahren und zurück. Ich habe mein Hab und Gut in Kartons gepackt und den Ort, der für fast fünf Jahre mein Lebensmittelpunkt war, verlassen. Ich habe geschleppt und geputzt und gescheuert und bin dankbar für die Unterstützung, die mir zuteil wurde.

Mein neues Heim ist dort, wo mein Herz ist, aber auch mein Geist fühlt sich hier sehr wohl. Andere Orte, die ich in diesem Jahr besucht habe, waren mein Elternhaus, St. Petersburg und Northeim. Oft und gern bin ich in der Humboldt Universität, die mir mehr und mehr ans Herz wächst und treibe mich in Tanzstudios rum.

Ich habe Referate gehalten und Hausarbeiten geschrieben. Unterrichtet. Angeleitet. Inspiriert? Ich habe Workshops besucht, ein Kochblog gestartet, einen tumblr eröffnet, das dritte Jahr in Folge einen Online-Adventskalender gestaltet, die Eule überall mit hin genommen und Kurznachrichten präsentiert.

Ich habe das tun können, was ich wollte und werde dies auch weiterhin tun. Auch wenn ich von manchen Menschen enttäuscht wurde und Kummer & Streit auch in diesem Jahr nicht ausblieben, war 2012 doch eines der besten Jahre, die ich bisher hatte. Ich weiß jetzt, was ich will und wo die Reise hingehen soll und werde alles dafür tun, meine Träume zu verwirklichen und meine Ziele zu erreichen.

Die Filmguckerin: Wer hat schon “Der mit dem Wolf tanzt” jemals in voller Länge durchgehalten?

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis hat sich bisher niemand diesbezüglich geoutet. Von meiner Familie mal ganz zu schweigen.

Die komische Olle: Wie sollen wir uns nun aber verhalten wenn finanzielle Schwierigkeiten auftreten?

Eine Frage, die momentan ganz Europa bewegt und dabei doch eigentlich ganz profan ist. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, wie man damit umgehen kann und die einander auch nicht ausschließen: Mehr Einnehmen und Weniger Ausgeben. Wie das umzusetzen ist, muss wohl von Fall zu Fall entschieden werden.

Die Stachelbeere: Doch noch eine Hausarbeit?

Na klar doch! Immer her damit. In diesem Semester muss ich zwei Hausarbeiten schreiben, danach gehts an die Masterarbeit.

Hau in die Tasten: Es gibt schon Schäden. Wieso hat die sonst niemand?

Die Bürde der Individualität ist nicht entlastbar.

iblue: Was zur Hölle sind Bra- und Ket-Vektoren? Popov-Geister? Die Christoffelsymbole in der Schwarzschildmetrik?

Ähhhhhhhhhh… Nächste Frage.

Irgendwas mit Kadda: Was also mache ich auf twitter?

Ich mache auf Twitter eigentlich gar nichts, wenn ich etwas poste, geschieht das automatisiert. Warum das so ist, habe ich im Beitrag Wieso kann ich mich nicht mit Twitter anfreunden? schon einmal ausführlich dargelegt.

Opalkatze: … Kaffee bei mir?

Gern!

Webmaster Friday: Haben Bloggen und Weihnachten etwas miteinander zu tun?

Grundsätzlich nicht, auch wenn sich vielleicht ein Zusammenhang zwischen dem Fest der Liebe und dem Sich-Selbst-im-Internet-(mit-)Teilen konstruieren ließe. Es ist möglich über Weihnachten zu bloggen, aber es lässt sich nicht über das Bloggen Weihnachten. Oder gab es irgendwo eine Blogger-Weihnachtsfeier? (Idee für nächstes Jahr notiert)

Nichtsdestotrotz brachte der 12. Picture my Day Weihnachten und Bloggen einander näher, schließlich fanden beide am selben Tag statt.

Y2B | bellydance blog: Was habt ihr euch fürs neue Jahr vorgenommen?

Ganz, ganz viel. Hier ein Auszug: Kleiderschrank kaufen, Torben besuchen, Masterarbeit schreiben, mindestens zwei Bücher pro Woche lesen, Klamotten ausmisten, Ein Kitchen Baladi Video drehen, meine Masterarbeit schreiben, meinen Abschluss machen, bewusst leben, den Moment genießen, …

Ich bedanke mich für das Interview und wünsche ein großartiges Jahr 2013!

3 Gedanken zu “Interview for One

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