Global Workspace Theory nach Dehaene und Naccache

Der folgende Text ist eine Zusammenfassung des Aufsatzes „Towards a cognitive neuroscience of consciousness: basic evidence and a workspace framework“ von Dehaene und Naccache, erschienen in: Cognition 79, 2001, S. 1-37.

Ich habe ihn im Rahmen meines Bachelorstudiums geschrieben, jedoch nie verwendet. Ich hoffe, er nützt auf diese Weise jemandem.

In ihrem Aufsatz Towards a cognitive neuroscience of consciousness: basic evidence and a workspace framework entwerfen Stanislas Dehaene und Lionel Naccache einen theoretischen Rahmen für die weitere empirische Erforschung des menschlichen Bewusstseins.

Hierfür arbeiten sie zunächst die Zielstellung der kognitiven neurowissenschaftlichen Bewusstseinsforschung heraus und stellen drei grundlegende empirische Erkenntnisse der bisherigen Erforschung des Bewusstseins vor. Aus diesen – allgemein anerkannten – Befunden entwickeln sie ihre Theorie des Global Workspace, die sie im Folgenden auf noch bestehende Schwierigkeiten und Hindernisse der neurokognitiven Forschung anwenden, um Lösungen und Auswege aus diesen aufzuzeigen.

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3.2.1 Aufmerksamkeit

Zum Inhaltsverzeichnis – Neuroethik. Ein Überblick über zentrale Problemkreise.

Um die Aufmerksamkeit zu steigern, gibt es viele, auch altbekannte Mittel, wie Koffein und Glukose (Traubenzucker). Ein weiterer Wirkstoff ist Methylphenidat, enthalten in Ritalin, einem Medikament, das Kindern und Erwachsenen verschrieben wird, die an einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leiden.

Der Einfluss auf die Durchblutung des Gehirns und damit eine Steigerung der Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit sind erwiesen. Nachgewiesen wurde aber auch, dass Ritalin den Lernprozess eher verhindert, somit ist es als Lernhilfe, als welches es von einigen Studenten illegal eingenommen wird oder wurde, nicht geeignet.

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3.2 Neurokognitives Enhancement

Zum Inhaltsverzeichnis – Neuroethik. Ein Überblick über zentrale Problemkreise.

Das Meyer-Online Lexikon definiert Kognition als „Sammelbezeichnung für alle Prozesse und Strukturen, die mit dem Wahrnehmen und Erkennen zusammenhängen.“ (Meyers Lexikonverlag: Kognition, 2007).

Ob und wie kognitive Fähigkeiten gesteigert werden können und welche Probleme das hervorrufen könnte, möchte ich anhand zweier, beispielhaft ausgewählter, Fähigkeiten – der Aufmerksamkeit und des Lernens – untersuchen.

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